www.stadtwerke-koeflach.atStadtwerke Köflach - Chronik
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Chronik


 

Auszug aus der Chronik von Pfarrer Ludwig Stampfer
(Text original wiedergegeben)
 

"Die Verhandlungen eines elektrischen Werkes reichen in das Jahr 1905 zurück. Anfangs wollte man es in Vereinigung mit Voitsberg errichten, und erst dann, als sich die Verhandlungen zerschlugen, trat man dem Plan, ein eigenes Werk zu gründen, näher.
 
Am 10. Jänner 1908 beantragte die Gemeindevertretung das Elektrizitätswerk im Teigitschgraben unter Edelschrott zu schaffen und zu diesem Zwecke ein Anlehen von nicht über 100.000 Kronen aufzunehmen. Da aber hiezu die Einwilligung der Steuerträger erforderlich war, wurde am 24. Jänner eine Versammlung aller Wahlberechtigten einberufen, zu welcher jedoch nur 56 erschienen, von denen 7 dagegen stimmten.
 
Die abwesenden 255 Wähler galten als zustimmend. Und es erschien der Antrag angenommen. Die veranschlagte Bausumme von 100.000 Kronen erwies sich aber als zu gering. Denn die Erwerbung verschiedener Huben und Grundstücke, so der Pailertomahube, Jorimüller, Jorischmied, Müller Peter und einer Wiese des Arzberger und eines Grundstückes vom Steinwändler erforderte allein schon die Summe von 40.000 Kronen. Aufgenommen wurden 480.000 Kronen und zwar von der Voitsberger Sparkasse 200.000 Kronen und von der Gemeindesparkasse zu Graz 280.000 Kronen.
 
Die Bauleitung und Errichtung der Anlage übernahmen die österreichischen Siemens – Schuckertwerke in Wien. Sämtliche Kosten mit Ausnahme der Grunderwerbungen beliefen sich auf 450.000 Kronen."
 
Am Silvesterabend 1910 erglühten in Köflach die ersten elektrischen Flammen.
 
 
 
Chronologischer Steckbrief 

1907             erste Anregungen zum Bau eines eigenen Kraftwerkes
1908             Kommisionierung durch die BH Voitsberg und Zusicherung des Wasserrechtes
1909             Abänderung der Bewilligung, Kapitalbeschaffung
1910             Baubeginn des Kraftwerkes Edelchrott und Fertigstellung im Dezember 1910
                     => Aufnahme der Stromversorgung
1927             Elektroinstallationskonzession
1928             Erweiterung des Kraftwerkes Edelschrott durch Einbau einer zusätzlichen
                    Turbine und eines Generators
1939             Bau des Köflacher Brunnen und Gründung des Wasserwerkes
1956             Bau des Brunnen II und ständige Erweiterrung der Wasserversorgung
1968             Planung der Wasserleitung und Quellfassungen in Salla, sowie Errichtung 
                    und Einbindung der Hemmerquelle und des Fleckerbrunnes in die 
                    Wasserversorgung
1970-1975   Bau der Transportleitung Salla – Köflach, der Quellfassungen und des
                    Hochbehälters in Ma. Lankowitz
1969-1974   Errichtung des 20 kV – Ringes um Köflach und ständige Erweiterung der
                    Stromversorgung und des Leitungsausbaues sowie teilweiser Umbau der
                    Hochspannungsanlagen auf eine Betriebsspannung von 20 kV
1975-1977   Bau der Trinkwasserversorgungsleitung vom Hochbehälter durch Köflach
                    bis Piber
1980             Die Bestattung wird als Teilbetrieb den Stadtwerken zugeteilt
1981             Das Köflacher Hallenbad wird den Stadtwerken zur Verwaltung und
                     Betriebsführung übertragen (bis zum Abriss 2001)
1983             Konzessionserteilung Wasserinstallation
1983             Abschluss eines Wasserlieferungsvertrages mit der Marktgemeinde
                     Maria Lankowitz
1984             Abschluss eines Wasserlieferungsvertrages mit dem Wasserverband
                     Söding - Lieboch
1985            Abschluss eines Wasserlieferungsvertrages mit der Stadtgemeinde Voitsberg
1985            Gewerbeschein für Zentralheizungs – und Warmwasserbereitungsanlagen
1987            Übertragung des Jugendheimes Pack an die Stadtwerke
                    (bis zum Verkauf 1997)
1989            Konzessionserteilung Errichtung von Alarmanlagen
1991            Gewerbeschein Handel mit Elektrogeräten
1994            Neubau des Kraftwerkes Edelschrott und Gewährung des Wasserrechtes bis 2040
1993-1995   Errichtung von 3 Trinkwasserkraftwerken in der Transportleitung
                    Salla – Köflach
1995-1997   Errichtung einer neuen 2. Rundsteuerungsanlage und einer Fernwirkanlage
                    für die gesamte Strom – und Wasserversorgung
2000            Der letzte 7,5 kV Transformator wird ausgebaut – das gesamte
                    Versorgungsnetz wird mit 20 kV Mittelspannung betrieben
2002            Die Buchwaldquellen werden erschlossen und in das Versorgungssystem
                    eingebunden
2003            Beteiligung an der Therme Nova Köflach
2004            Neues Leitbild, Corporate Design und Homepage

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