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Das Glück im Pechgraben

 

Kleinwasserkraftwerk ÖKO-PARK LORDER Ein Tiroler Kraftwerk in weststeirischen Gefilden Im Pechgraben in Maria Lankowitz wurde am Montag ein Kleinwasserkraftwerk in Betrieb genommen. Es ist eine bei uns rare „Tiroler Wehr.“ Von Rainer Brinskelle

In knapp sieben Monaten Bauzeit wurde im Pechgraben in Maria Lankowitz ein Kleinwasserkraftwerk errichtet, das seit Montag Strom ins Netz liefert. Das Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 165 Kilowatt gehört ebenso wie die im vorigen Jahr eröffnete Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 2000 Kilo-Watt-Peak zum Öko-Park Lorder.

 

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Kleinwasserkraftwerk
Das Kraftwerk ist eine Tiroler Wehr mit Entsander.
Im Krafthaus erzeugt eine vierdüsige Pelton-Turbine mit aufgesetztem Drehstromsynchrongenerator Energie.
Der Energieertrag des Öko-Parks Lorder (Kraftwerk und Fotovoltaik) beträgt rund drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr, damit werden 676 Haushalte versorgt.

 

„Bei dem Kraftwerk handelt es sich um eine sogenannte ,Tiroler Wehr’, die man in unserem Gebiet eher selten sieht, da sie normal in Gebirgsbächen verbaut wird“, erklärt Manuel Weber von den Stadtwerken Köflach, der Prokurist des Öko-Parks Lorder ist. Eine solche Anlage wird insbesondere dort installiert, wo es ein starkes Gefälle gibt und viel Material wie Sand und Gestein mitgespült wird, das sogenannte Geschiebe. Dazu wird der Bach umgeleitet und das Wasser durch den Entsander geführt, wo sich Steine und Sand absetzen können. Im anschließenden Rechen werden noch schwimmende Fremdkörper entfernt, ehe das Wasser in die Pelton-Turbine samt Generator gelangt, dem Herzstück der Anlage im Krafthaus. Rund 800 Meter Druckrohre mit einer Fallhöhe von 70 Metern wurden für das Kraftwerk verbaut. „Ein Großteil davon wurde auf blankem Felsen verlegt, was eine große Herausforderung war“, erklärt Weber. Um dem Druck von außen standzuhalten, wurden Gussrohre mit einem Durchmesser von 500 Millimetern verwendet.
Strom für 147 Haushalte
Läuft alles nach Plan, erzeugt das Kraftwerk Strom für 147 Haushalte. Am Montag haben Stadtwerke-Direktor Ernst Knes, Helmut Linhart – Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister von Köflach –, sowie Kurt Riemer, Bürgermeister der Standortgemeinde Maria Lankowitz, das Kraftwerk offiziell in Betrieb genommen.
„Gemeinsam mit Familie Berger-Weber haben wir den Öko-Park errichtet, auf das Projekt können alle Beteiligten stolz sein“, sagt Knes. Mit dem zusätzlichen Kraftwerk werden bei den Stadtwerken Köflach laut deren Berechnungen rund 17.600 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.

Bericht Kleine Zeitung Voitsberg Rainer Brinskelle



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